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Rahmenprogramm

Sponsoren
wissenschaftliches Programm CURAC

Satellitensymposien

3. Jahrestagung der Sektion
Neuroendoskopie, Neuronavigation und intraoperative Bildgebung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie

Sektion für minimalinvasive, Computer- und Telematik-assistierte Chirurgie der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (CTAC)

Workshop des SFB414 „Informationstechnik in der Medizin – rechner- und sensorgestützte Chirurgie“

Jahreskolloquium des
DFG-Schwerpunktprogrammes
1124 „Medizinische Navigation
und Robotik“

Arbeitskreis Medizinvisualisierung
der Deutschen Gesellschaft für
Informatik

Wir hoffen, dass Sie neben dem wissenschaftlichen Programm die Möglichkeiten haben werden, Nürnberg auch aus kultureller Sicht kennenzulernen. Hier können Sie die kulturellen Highlights auch als pdf downloaden.

Festabend
Museumsführer
Einblicke in Nürnberger Geschichte
Nürnberger Persönlichkeiten

> Festsabend

Ort: Kaiserburg
Uhrzeit: 19.30 Uhr

Bustransfer: Abfahrt um 19.15 Uhr am Maritim Hotel Nürnberg,
Frauentorgraben 11, 90443 Nürnberg
Bitte erscheinen Sie pünktlich!

Ein Rücktransport ist für ca. 22.30 Uhr geplant

Kostenbeitrag: einschließlich Menü und Getränke pro Person € 60,00
(inkl. ges. MwSt.)

Bitte beachten Sie, dass nur eine begrenzte Teilnehmerzahl an diesem
Festabend teilnehmen kann. Wir bitten Sie deshalb um eine frühzeitige
Buchung. Die Anmeldungen werden chronologisch erfasst.

> Museumsführer

Germanisches Nationalmuseum (GNM)
Das GNM ist mit 1,2 Mio.Objekten das größte kulturhistorische Museum im deutschsprachigen Raum. Seit 1852 werden hier Zeugnisse der deutschen Kunst und Geschichte,aber auch Gegenstände der Alltagskultur gesammelt, erforscht und ausgestellt – von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Gegenwart: Gemälde, Skulpturen, Kunsthandwerk, Hausrat, Puppenstuben, historische Musikinstrumente, volkskundliche Abteilungen, Zunftwesen und ländliche Sachkultur,Waffen und Jagdgeräte.Auch Instrumente und Zeugnisse des Apotheker-und Medizinalwesens sowie eine Graphische Sammlung (rund 300.000 Blätter) mit Zeichnungen und Druckgraphiken. Zu den Highlights des Museums gehören u.a. Werke von Albrecht Dürer, Veit Stoß, Adam Kraft, nicht zuletzt von Martin Behaim der älteste Globus der Welt sowie Rembrandts Selbstbildnis. Neben den umfangreichen Schausammlungen bietet das GNM die größte Studien-Bibliothek zur deutschen Kunst und Kultur mit etwa 500.000 Bänden und 1.500 wissenschaftlichen Zeitschriften. Außergewöhnlich auch das Münzkabinett,das rund 60.000 Münzen und 20.000 Medaillen in seinem Bestand hat.

Neues Museum
Das Neue Museum besticht außen durch seine moderne und transparente Architektur "im harmonischen Kontrast" zum mittelalterlichen Stadtbild,innen durch internationale Kunst der Gegenwart und weltweites Design – eine in Europa wohl einmalige Konstellation. Das umfangreiche Angebot aus einer Sammlung der Stadt Nürnberg seit 1967, laufend ergänzt um eigene Erwerbungen, aus privaten Stiftungen und Dauerleihgaben – gewährt in den unterschiedlichsten Medien (Malerei, Plastik, Fotografie, Videokunst etc.) vielfältige Einblicke in die Entwicklung der Kunst seit den 60er Jahren. Die Design-Sammlung aus Beständen der Neuen Sammlung, dem Staatlichen Museum für angewandte Kunst in München,bietet ausgewählte,international Beispiele von 1945 bis heute.





Faszination und Gewalt –
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Nürnberg ist wie nur wenige andere deutsche Städte mit dem historischen Erbe der nationalsozialistischen Zeit konfrontiert.Noch heute stehen auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände Bauwerke, die den Größenwahn der Nationalsozialisten dokumentieren.Mehr als 55 Jahre nach Kriegsende öffnet hier ganzjährig erstmals ein zeitgemäßes Zentrum, das über die Geschichte des Geländes und die verbrecherische Machtausübung der Nationalsozialisten informiert. Der hufeisenförmige, 40 Meter hohe Torso der Kongresshalle ist der dominanteste Bau auf dem Reichspartei- tagsgelände. Im nördlichen Kopf bau eines für 50.000 Menschen geplanten, niemals vollendeten NS-Kongresszentrums,findet sich die neue Dauerausstellung. Das Dokumentationszentrum bezieht auch eine deutliche architektonische Gegenposition zur NS-Herrschaftsarchitektur. Wie ein Pfahl bohrt sich ein gläserner Gang, geschaffen von dem Grazer Architekten Günther Domenig, durch das Gebäude und durchdringt so die streng rechtwinklige Geometrie des Nordflügels.Der bauliche Rohzustand der Innenräume ist Teil der Ausstellungsgestaltung. Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände wurde 2000 von der UNESCO als offizieller deutscher Beitrag zum "Internationalen Jahr für eine Kultur de Friedens"aufgenommen. 2001 erhielt Nürnberg als erste Kommune weltweit den UNESCO-Preis für Menschenrechtserziehung.

Albrecht-Dürer-Haus

Der Weg zu Albrecht Dürer lohnt sich,auch wegen des attraktiven Fachwerkhauses (erbaut um 1420)und der fotogenen Umgebung mit einem der schönsten Plätze Nürnbergs. Treten sie ein – in das Haus des Meisters, in sein Leben: Im Kinosaal entführt uns die Multivision "Albertus Durer Noricus" in die Welt des Renaissance-Künstlers Dürer,informiert über Reisen und Hauptwerke. In der Mal-und Zeichen-Werkstatt werden seine Techniken von Künstlern vorgeführt,an der Hochdruckpresse entstehen neue Drucke mit alten Dürer-Motiven.Wechselausstellungen in der neuen Dachgalerie zeigen immer wieder Teile aus dem grafischen Werk Dürers,in den Geschossen darunter dreht sich alles um das Geschäftsleben und Wohnen aus "seiner"Zeit um 1500.


Historische Lochgefängnisse

Nur wenige Schritte vom Hauptmarkt entfernt, in Richtung Burg, befinden sich in den Kellergewölben des Alten Rathauses, damals auch Gerichtsstätte, die so genannten Lochgefängnisse. Sie wurden im 14.Jahrhundert eingerichtet und dienten als Untersuchungs-gefängnis und Verwahrungsort der Häftlinge bis zur Urteilsvollstreckung. Zwölf kleine Zellen und eine Folterkammer geben Einblick in die schaurigen Rechtsgewohnheiten des Mittelalters.






Spielzeugmuseum

Mitten in der Stadt,hinter der Renaissance-Fassade eines Bürgerhauses, präsentiert das weltberühmte Spielzeugmuseum die ganze Vielfalt der Spiel-Welt, von der Antike bis zur Gegenwart.

DB Museum – Verkehrsmuseum Nürnberg
Natürlich sind es nicht nur die historischen Schienenfahrzeuge, die Deutschlands ältestes Eisenbahnmuseum zu einer der Anlaufstationen in Nürnberg machen.




> Einblicke in die Nürnberger Geschichte


1050
Erste urkundliche Erwähnung Nürnbergs in der Sigena-Urkunde

ab 1167
Bau der Kaiserburg

1219
Bestätigung der Reichsunmittelbarkeit durch Kaiser Friedrich II.

1256
Nürnberg schließt sich dem Rheinischen Städtebund an, erste urkundliche
Erwähnung der städtischen Ratsherren

1356
Goldene Bulle (Regelung der Wahl des deutschen Königs durch die sieben
Kurfürsten des Reiches)von Karl IV. wird in Nürnberg erlassen. Jeder neu
gewählte deutsche König erhält die Verpflichtung,seinen ersten Reichstag
in Nürnberg abzuhalten

1424
Nürnberg wird durch Kaiser Sigismund zum Aufbewahrungsort der
Reichskleinodien bestimmt. Diese verbleiben bis 1806, dem Untergang des
Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, in der Stadt.Bis auf ein
Intermezzo 1938-1945, als Hitler die Reichsinsignien (Kaiserkrone,
Reichsapfel, Reichsschwert und Reichszepter) wieder nach Nürnberg
schaffen ließ, befinden sie sich seit 1806 in Wien.

15. Jh.
Einwohnerzahl: um 30.000

1470 – 1530
Die Stadt erlebt ihren kulturellen und politischen Höhepunkt.
Nürnberg ist eine süddeutsche Mittelmacht.

1504 – 1506
Durch die Eroberung eines großen Landgebietes im Landshuter
Erbfolgekrieg wird die Stadt zu einer bedeutenden Territorialmacht
(größtes reichsstädtisches Territorium).
Die Pest wütet in Nürnberg und fordert 8.000 Opfer.

1524 – 1533
Reformation in Nürnberg. Nürnberg wird auf Dauer protestantisch.
Die Einwohnerzahl klettert bis 1620 auf 40.000 Einwohner.

1632
Schlacht zwischen dem schwedischen König Gustav Adolf II (1594–1632)
und dem kaiserlichen Feldherrn Albrecht von Wallenstein (1583–1634) vor
den Toren Nürnbergs. Im gesamten Dreißigjährigen Krieg (1618–1648)
sterben mehr als 2/3 der ländlichen Bevölkerung in der Umgebung der Stadt.

1649/1650
Nach Ende des 30jährigen Krieges bzw.nach Unterzeichnung des
Westfälischen Friedens findet der abschließende Friedenskongress in
Nürnberg statt (Nürnberger Friedensmahl).

18. Jh.
Einwohnerzahl: um 25.000
Wirtschaftlicher Niedergang durch Merkantilismus der Nachbarterritorien
und gesellschaftliche Erstarrung. Finanzielle Überforderung und überhöhte
Reichs-und Kreissteuern.

1792/1796
Das Kurfürstentum Bayern und das Königreich Preußen okkupieren und
verwüsten Teile des Nürnberger Gebietes. Hierbei werden auch mehrere
Dürer-Werke entführt.

um 1800
Romantische Entdeckung Nürnbergs als Verkörperung altdeutscher Kunst
und Kultur ("Des Reiches Schatzkästlein").

1806
Nürnberg wird nach der Rheinbundakte von 1806 Landstadt des neuen
Königreiches Bayern. Zu dieser Zeit hat die Stadt etwa 25.000 Einwohner.

1835
Die erste deutsche Eisenbahnstrecke wird zwischen Nürnberg und Fürth
eingerichtet. Nürnberg wird das "Industrielle Herz Bayerns".

1844/1845
Eröffnung der Eisenbahnlinie Nürnberg-Bamberg; die erste längere
staatliche Strecke. Eröffnung des Ludwig-Donau-Main-Kanals.

1852
Gründung des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg.

1867
Einrichtung der Landesprodukten- und Warenbörse; Nürnberg bleibt bis
zum I.Weltkrieg europäischer Hauptumschlagplatz für Hopfen.

1874
Einweihung der Hauptsynagoge am Hans-Sachs-Platz,die bereits im
August 1938, also vor der Reichsprogromnacht, von den Nationalsozialisten
abgerissen wird.

1881
Einwohnerzahl über 100.000

1910
Nürnberg hat über 300.000 Einwohner.

1933
Die in der Weimarer Republik in ihrer Wählerschaft eher sozialdemokratisch
und kommunistisch geprägte Stadt Nürnberg wird von Hitler zur Stadt der
Reichsparteitage bestimmt. Mit München, Berlin, Linz und Hamburg ist
Nürnberg somit einer der wichtigsten Kultorte des Nationalsozialismus.

1933–1938
Errichtung des Reichsparteitagsgeländes..

1935
"Nürnberger Gesetze": Endgültige Ausschaltung der Juden aus der
staatlichen Gemeinschaft.

1938
Letzter Reichsparteitag mit 1,6 Millionen Besuchern und Ausstellung
der Reichskleinodien.

1939
Einwohnerzahl circa 420.000

1945
Bei alliierten Luftangriffen werden in den letzten Kriegsmonaten über
90 Prozent der Nürnberger Altstadt zerstört.

1945–1949
Im Schwurgerichtssaal 600 finden vor dem Internationalen Militärtribunal
die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse statt.

1950
Eröffnung der ersten deutschen Spielwaren-Fachmesse.

1962
Einrichtung der Pfannenschmiedsgasse als eine der ersten "Einkaufsstraßen"
Europas; Grundstein der heute weite Teile der Altstadt umfassenden
Fußgängerzone.

1967
Grundsteinlegung für die U-Bahn.

1971
Einweihung des berühmten Spielzeugmuseums.

1972
Die Einwohnerzahl der Stadt klettert über 500.000.

2000
Jubiläumsfeier 950 Jahre Nürnberg

> berühmte Persönlichkeiten

1050 Sigena
Sigena eine Unfreie wird aus der Leibeigenschaft entlassen. Dieser
Freilassungsakt ist bis heute erhalten geblieben: die Sigena-Urkunde. Hierin
wird Nürnberg das erste Mal erwähnt.

1440–1514 Dr. Hartmann Schedel, Arzt und Historiker
Am 13. Februar 1440 wurde Hartmann Schedel als Sohn einer wohlhabenden
Familie in Nürnberg geboren. 1493 erschien die von Hartmann Schedel
zusammengestellte Weltchronik, auch als "liber cronicarum" oder "Buch der
Croniken" bekannt, die mit ihren 1809 Holzschnitten zu den am reichsten illustrierten Wiegendrucken gehört.

1447 – 1533 Veit Stoß, Holzschnitzer
Veit Stoß wurde um 1447/48 in Horb geboren. Nach seinen Wanderjahren in
Schwaben und am Oberrhein siedelte er nach Krakau über, wo sein gewaltiges Hauptwerk entstand: Der 16 Meter hohe und 11 Meter breite Flügelaltar für die Marienkirche. 1496 kehrte er nach Nürnberg zurück und schuf dort bedeutende Ausstattungsstücke für verschiedene Kirchen wie den berühmten "Englischen Gruß" in Sankt Lorenz. Eine Urkundenfälschung brachte den Künstler 1503 ins Gefängnis; auch die bei solchen Vergehen übliche öffentliche Brandmarkung blieb ihm nicht erspart. Er zog sich nach Münnerstadt in Franken zurück, wo seine letzten großen Arbeiten entstanden sind. Er starb am 22. September 1533 in Nürnberg.

1455–1508 Adam Kraf(f)t, Bildhauer
Er wurde 1455/60 in Nürnberg als Sohn eines Schreiners geboren, ging um
1480 auf Wanderschaft, kehrte 1490 nach Nürnberg zurück und gründet eine eigene Werkstatt. Seine Hauptwerke sind das große, dreiteilige Schreyer-Landauersche Epitaph am Chor von St. Sebald aus grauem Sandstein, das Sakramenthäuschen für St. Lorenz, der Zyklus von sieben Kreuzwegstationen zwischen dem Tiergärtner Tor und dem Johannisfriedhof und die Neugestaltung des Michaelschores der Frauenkirche am Hauptmarkt. Kraf(f)t starb um 1508/09 in Nürnberg.

1459–1507 Martin Behaim, Erbauer des 1. Globus
Martin Behaim wurde am 6.10.1459 in Nürnberg als Sohn einer angesehenen
Patrizierfamilie geboren. Er lernt den Mathematiker und Astronomen Regiomontanus kennen, der ihn mit Tabellen und Messinstrumenten vertraut macht. Nach seiner Schulzeit wurde Behaim 1476 zur Berufsausbildung in die Niederlande zu einem Tuchkaufmann geschickt. Dort erfährt er von dem Problem der Unmöglichkeit der sicheren Navigation. In Lissabon macht er die nautische Schule mit den Instrumenten und Tabellbüchern des Regiomontanus bekannt. Martin Behaim wird zum Ritter geschlagen und erkundet die Weltmeere. Zwischen 1491 und 1493 baut Behaim den Erdglobus. Martin Behaim starb am 29.7.1507 völlig verarmt in seiner Wahlheimat Lissabon.

1460–1529 Peter Vischer, Erzgießer
Vischer der Ältere, um 1460 in Nürnberg geboren, wurde 1489 Meister und
übernahm die Gusswerkstatt seines Vaters Hermann Vischer, die unter ihm
zur bedeutendsten in ganz Deutschland wurde und selbst aus Krakau Aufträge erhielt. Vischer und seine Söhne waren Entwerfer und Techniker, das heißt Künstler und Handwerker zugleich; sie kündigten damit den neuzeitlichen Künstlerbegriff an. Das über mehrere Generationen erarbeitete Hauptwerk der Gießerwerkstatt ist das Sebaldusgrab im Chor von St. Sebald in Nürnberg. Vischer starb am 7. Januar 1529 in Nürnberg.

1470–1530 Willibald Pirckheimer, Rechtsgelehrter und Humanist
Er wurde am 4.12.1470 in Eichstätt als Sohn reicher Patrizier geboren. Pirckheimer fungierte als Kaiserlicher Rat unter verschiedenen Kaisern. Er editierte und übersetzte klassische Texte und befasste sich als Historiograph mit den Unabhängigkeitskriegen der Eidgenossen, die er selbst als Anführer einer Nürnberger Truppe miterlebte. Willibald Pirckheimer starb am 22.12.1530 in Nürnberg.

1471–1528 Albrecht Dürer, Maler
Albrecht Dürer wurde am 21. Mai 1471 als Sohn eines Goldschmieds in Nürnberg geboren. Nach dem Abschluss der Schule absolvierte er eine Ausbildung als Goldschmied bei seinem Vater. Ab 1486 wurde er Schüler in der Werkstatt des Künstlers Michael Wohlgemut in Nürnberg. Seine Wanderjahre von 1490 bis 1494 führten ihn über Colmar, Basel und Straßburg wieder nach Nürnberg, wo er 1494 Agnes Frey heiratete. Bis kurz vor seinem Tod am 6. April 1528 in Nürnberg entstanden bedeutende Landschaftsaquarelle, Gaphikzyklen, Holzschnitte, Altararbeiten und weitere zahlreiche Werke.

1485–1542 Peter Henlein, Erfinder der Taschenuhr
Der Schlossermeister gilt als Erfinder der tragbaren Kleinuhr. Der gebürtige Nürnberger erblickte vermutlich 1485 das Licht der Welt und stammt aus einem Handwerkergeschlecht, das schon lange im Metallgewerbe tätig war.
Über sein Leben weiß man nur, dass er 1509 Schlossermeister wurde, es zu
Wohlstand brachte und im September 1542 in seiner Heimatstadt starb. Zu
dem Vermögen, das er erwarb, mag die Erfindung der Taschenuhr nicht wenig beigetragen haben. Henlein fertigte würfel- und trommelförmige Uhren im Kleinstformat, die 40 Stunden gingen und die Stunde schlugen. Die Mechanik übernahm er von Standuhren. Das Problem, das Henlein meisterte, lag in der Verkleinerung der Zugfeder und im Erzielen einer gleichmäßigen Antriebskraft mittels einer Federbremse.

1494–1576 Hans Sachs, "Schusterpoet", Meistersinger
Hans Sachs wurde am 5. November 1494 in Nürnberg geboren. Er war der
Sohn eines Schneiders und besuchte die Lateinschule in Nürnberg. Mit 14
Jahren kam er zu einem Schuhmacher in die Lehre. Der Weber Leonard
Nunnenbeck unterrichtete ihn im Meistergesang (die vom Minnesang abgeleitete, nach strengen Regeln von Handwerkern betriebene Dichtkunst). Mit 17 Jahren trat er eine Wanderschaft durch Deutschland an. 1517 wurde er Meister in Nürnberg. Hans Sachs setzte sich für Dr. Martin Luther und die Reformation ein und entnahm die Themen seiner Dichtungen oft aus der Bibel. Richard Wagner idealisierte ihn in "Die Meistersinger von Nürnberg". Er starb am 19. Februar 1576 im Alter von 82 Jahren in Nürnberg.