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Workshops

Auf der diesjährigen CURAC.08 wird eine Reihe von klinisch-praktischen Workshops angeboten, die den Teilnehmern vertiefende Kenntnisse und Fertigkeiten in den einzelnen Themengebieten vermitteln. Zusätzlich wird erstmals im Rahmen einer Jobbörse der Kontakt zwischen interessierenden Firmen und talentierten Absolventen ermöglicht.


Trainingskurs Mittelohrchirurgie am optoelektrischen Felsenbeinmodell
Strauss G, Dietz A, Leipzig

Der Kurs bietet eine Einführung in die Chirurgie des Felsenbeines mit den typischen Schritten Attiko-Antrotomie, Mastoidektomie und Präparation des Labyriths. Darüber hinaus werden fortgeschrittene Zugänge zum Kleinhirnbrückenwinkel demonstriert und trainiert. Der gesamte Kurs findet an Felsenbeinmodellen mit höchster anatomischer Auflösung und kontinuierlicher Überwachung der Risikostrukturen statt. Außerdem können komplizierte anatomische Beziehungen mit Hilfe einer virtuellen Darstellung erläutert werden. Teilnehmerbegrenzung: 20, jeder Teilnehmer kann bis zu zwei Präparate bearbeiten. 


Der navigierte 3D-Ultraschall in der Neurochirurgie
Lindner D., Neurochirurgie Universitätsklinikum Leipzig

Intraoperative Methoden gewinnen in der Neurochirurgie in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Eine Navigation allein mit präoperativen Daten ist nach einer Schädeleröffnung bereits mit einem hohen Fehler behaftet. Der intraoperative 3D-Ultraschall verbindet die Vorteile einer räumlich-orientierten Navigation mit einem echten real time Verfahren. Ziel des Workshops ist es, Vorteile und Limitation des Verfahrens vorzustellen und praktisch erlebbar zu machen. Neben den Grundlagen  des Ultraschalls am Hirn wird exemplarisch eine  Ultraschallnavigation mit dem Localite BrainNavigator installiert. Die schnelle intraoperative Kalibrierung von Schallköpfen sowie die Gewinnung von Datensätzen im B- und C-Mode kann jeder Teilnehmer an einem Gefäß- und Tumorphantom praktizieren. Daher ist die Teilnehmerzahl auf 15-20 zu begrenzen. Abschließend werden neue Verfahren wie die Kontrastverstärkte Ultraschallangiographie und der 4D Ultraschall vorgestellt.


Modellbasierte Therapie in der Herzchirurgie auf der Grundlage von chirurgischen Workflows
Jacobs St., Herzzentrum Leipzig 

Trotz der herausragenden und führenden Stellung digitaler Bildgebung in der Diagnostik bei Herzkreislauferkrankungen und in der präoperativen bildgebenden Diagnostik bei konventionellen herzchirurgischen Eingriffen mittels Sternotomie, mangelt es immer noch an der Umsetzung beziehungsweise der Integration der digitalen Bildgebung in den Operationssaal. Präoperative bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Herzkatheterruntersuchungen, Durchleuchtung, Computer- und Magnetresonanztomographie erlauben dem Chirurgen seine Intervention bzw. Operation gezielt und genau zu planen. Während der Operation hingegen werden abgesehen vom Ultraschall und in seltenen Fällen der Durchleuchtung keine weiteren bildgebenden Verfahren verwendet.
Anhand von chirurgischen Workflows aus der Herzchirurgie können bedarfsgenau die bildgebenden Verfahren identifiziert und im endoskopischen Bild angewendet bzw. projiziert werden.
Der Workshop bietet beispielhaft Anwendung aus dem herzchirurgischen OP der Zukunft.


Dokumentation im OP
Schauf B. Tübingen, Fa. Karl Storz Tuttlingen

Inhalt des Vortrags wird die intraoperative Qualitätssicherung und Dokumentationspflicht in Kliniken sein unter Berücksichtigung aktueller Möglichkeiten am Beispiel des neuen Dokumentationssystem AIDA compact HD von Karl Storz.

Schon aus forensischen Gründen ist heute eine umfassende intraoperative Foto- und/oder Videodokumentation unerlässlich. Es hat sich gezeigt, dass z.B. bei onkoplastischen Operationen die Krankenkassen vermehrt dazu übergehen, Belege für den onkoplastischen Teil der OP zu fordern - oder andernfalls eine Zahlung dieses OP-Teiles verweigern. Aber auch bei späteren Rückfragen zu OP-Abläufen, kritischen intraoperativen Befunden oder schlicht als Aufgabe im Bereich der Qualitätssicherung sind vielfach Fotodokumentationen vorgeschrieben.
Für wissenschaftliche Arbeiten und auch zur umfassenden Information von Patienten über die an Ihnen durchgeführte OP ist es wünschenswert, wenn intraoperativ einfach, ohne zusätzlichen Zeitaufwand und reliabel Bild- und Videodaten gespeichert werden können. AIDA und der OR1 von Storz bieten hier ein sehr gutes modulares Lösungssystem. Die Funktionalitäten der einzelnen Module werden vorgestellt. Da AIDA ein HD-fähiges System ist, werden in einer Side-by-side-Präsentation die Leistungsfähigkeiten von HD im Vergleich zum bislang etablierten Auflösungssystem mit konventioneller Technik gegenübergestellt.
Für Fragen und Antworten werden erfahrene Kliniker sowie Experten von Storz zur Verfügung stehen.


Chirurgischer Workflow und Workflows in der Navigation
Lenarz T., Hannover, Neumuth T., Leipzig

Workflows im Bereich der Chirurgie gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen die Erfassung von klinischem Expertenwissen und dessen interdisziplinäre Kommunikation.
Im Rahmen des Workshops werden Methoden zur Erfassung und Modellierung von Workflows vorgestellt. Zur besonderen Betonung der Interdisziplinarität wird der Schwerpunkt auf klinischen Workflows im Bereich der intraoperativen Navigation liegen.

Der methodisch orientierte Teil des Workshops stellt Ansätze zur Erhebung und Modellierung chirurgischer Workflows in den Vordergrund und bietet die Gelegenheit zur Diskussion mit technischen Experten. Der anwendungsorientierte Teil stellt Einsatzgebiete von Workflows vor und gibt Gelegenheit zur Diskussion mit klinischen Experten.

4th CURAC / CARS / DGBMT Joint Workshop on Model Guided Therapy
Falk V. Leipzig, Lemke H. Kuessaberg

Model-Guided Therapy (MGT) implies the IT supported integration of information and knowledge sources for the generation of generic and patient-specific models as well as their application in the planning and execution of interventions. MGT extends the tools for diagnosis and therapy presently based on an image-centric world view with a model-centric world view.

The definition of a Patient-Specific Model (PSM) and its embedding in the surgical workflow is a very demanding research and development task for clinical and technical experts. In turn, the conception and design of appropriate data structures for the PSM and surgical assist systems for its management are mainly informatic and engineering activities. Both, the clinical and the technical tasks can only be successfully accomplished in an interdisciplinary and international cooperation.

The CURAC / CARS / DGBMT Workshops on MGT are intended to motivate and present R&D activities in this exciting new field. Special emphasis will be given to the concept and realization efforts for a consortium on MGT. Selected presentations from CURAC, CARS and DGBMT will address issues related to MGT, PSM, and the MGT consortium initiative.


Techn., klinische und organisatorische Voraussetzungen zur Realisierung der MGT
Heinz U. Lemke, Leipzig, Wolfgang Niederlag, Dresden

Die modellgestützte Therapie (MGT) hat grundsätzlich das Potential, mit modernen IT-Methoden und Werkzeugen zur Realisierung einer „personalisierten Medizin“ beizutragen. Technisch spielt dabei nicht nur die generelle Telematikplattform/Infrastruktur für Grid Services für die MGT und der Erstellung des patientenspezifischen Modells eine große Rolle, sondern auch modellbasierte IT-Werkzeuge, Repositories und insbesondere Standards.

In der Klinik wird die MGT derzeit in sehr heterogenen Anwendungsspektren bzw. Workflows eingesetzt. Um eine weitverbreitete Akzeptanz der MGT zu erreichen, sind nicht nur verbesserte technische Methoden und Werkzeuge notwendig, sondern auch organisatorische Maßnahmen, wie beispielsweise wissenschaftlich gesicherte klinische Trials, eine entsprechende, Weiterbildung, überzeugende „Outcome“ Studien, optimierte Workflows sowie auch eine Zusammenarbeit in einem MGT Konsortium. Unter Berücksichtigung einiger dieser Aspekte und Probleme wird in dem Workshop nach Lösungen gesucht, die die MGT fördern und in einem überschaubaren Zeitraum in den klinischen Alltag einbringen werden.


Jobbörse

Auf der diesjährigen CURAC werden Firmen und Nachwuchswissenschaftler die Möglichkeit haben, sich im Rahmen einer Jobbörse gegenseitig kennenzulernen. Dafür wird Firmen, welche im Bereich computerassistierte Chirurgie tätig sind, die Möglichkeit geboten, sich auf der Jobbörse zu präsentieren und direkten Kontakt mit talentierten Absolventen aufzunehmen.

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News

Die CURAC.08 ist beendet. Wir danken allen Teilnehmern für den regen wissenschaftlichen Austausch.

Aktuelle Pressemeldung zur CURAC.08 in Leipzig.
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Das Programmheft zur CURAC 2008 steht zum Download zur Verfügung.
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